Landtagswahl Bayern - Livestream

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  • Also wenn ich wählen dürfte, dann die Grünen - einfach nur wegen Gras.


    Dann kann man froh sein, dass du das nicht kannst ....denn ein mündiger Bürger bist du definitiv nicht, wenn deine einzige Entscheidung für deine Wahl auf "weil wegen Gras" beruht.


    P.S. FDP und Linke sind auch dafür..zeigt ja wie informiert du bist

  • Dann kann man froh sein, dass du das nicht kannst ....denn ein mündiger Bürger bist du definitiv nicht, wenn deine einzige Entscheidung für deine Wahl auf "weil wegen Gras" beruht.


    P.S. FDP und Linke sind auch dafür..zeigt ja wie informiert du bist


    Es sagt eine Menge über das Menschenbild einer Partei aus, ob sie die derzeitige "Drogenpolitik" verteidigt, oder sich für einen vernünftigen Umgang mit Drogen einsetzt.
    Progressive auf der einen, Konservative auf der anderen Seite. Dementsprechend kann es tatsächlich schon ein guter Anhaltspunkt für eine Wahlentscheidung sein.


    Dass sich die FDP für eine Legalisierung einsetzen würde, wenn sie alternativ etwa Arbeitgeber entlasten könnte, halte ich indes für nicht glaubhaft.

  • Es sagt eine Menge über das Menschenbild einer Partei aus, ob sie die derzeitige "Drogenpolitik" verteidigt, oder sich für einen vernünftigen Umgang mit Drogen einsetzt.
    Progressive auf der einen, Konservative auf der anderen Seite. Dementsprechend kann es tatsächlich schon ein guter Anhaltspunkt für eine Wahlentscheidung sein.


    Dass sich die FDP für eine Legalisierung einsetzen würde, wenn sie alternativ etwa Arbeitgeber entlasten könnte, halte ich indes für nicht glaubhaft.


    Kommt immer darauf an wie man es formuliert, denn ich bezweifle dass er mit diesem infantilen Gebrabbel daran dachte - was sich ja auch in dem Adverb "nur" widerspiegelt.
    Zudem finde ich das Wort progressiv hier äußerst unpassend, da die Legalisierung für jeden x-beliebigen Harz4ler nichts fortschrittliches ist -außer vielleicht noch mehr lustige Youtube-Videos...
    Und das was du als konservativ bezeichnest ermöglicht bereits seit 2017 den Zugang zu Cannabis-Derivaten für medizinische Zwecke, was den Betroffenen einen echten Mehrwert bietet und deshalb durchaus als progressiv angesehen werden kann.


    Der Vergleich mit FDP und Entlasten der Arbeitgeber erschließt sich mir nicht ganz, aber hier mal ein Artikel dazu von gestern: Klick

  • Kommt immer darauf an wie man es formuliert, denn ich bezweifle dass er mit diesem infantilen Gebrabbel daran dachte - was sich ja auch in dem Adverb "nur" widerspiegelt.


    Selbst wenn, wer bist du, dass du anderen Menschen das Wahlrecht absprechen willst, weil sie in ihrem Leben andere Prioritäten setzen? Ich käme ja auch nicht auf die Idee, AfD-Wählern das Wahlrecht zu entziehen, weil sie Nazis in die Parlamente wählen.


    Zudem finde ich das Wort progressiv hier äußerst unpassend, da die Legalisierung für jeden x-beliebigen Harz4ler nichts fortschrittliches ist -außer vielleicht noch mehr lustige Youtube-Videos...
    Und das was du als konservativ bezeichnest ermöglicht bereits seit 2017 den Zugang zu Cannabis-Derivaten für medizinische Zwecke, was den Betroffenen einen echten Mehrwert bietet und deshalb durchaus als progressiv angesehen werden kann.


    Was bringt es einem x-beliebigem Harz4ler, dass die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglicht wurde? Dass versucht wird, den Klimawandel einzudämmen? Dass die europäische Integration vorangetrieben wird? Nicht jeder muss von einer Gesetzesänderung profitieren, damit diese als "progressiv" bezeichnet werden kann.


    Medizinisches Cannabis ist sicher ein großer Fortschritt, das ändert aber nichts daran, dass Millionen Deutsche unnötig in die Kriminalität und unkontrollierte Schwarzmärkte gedrängt werden. Cannabiskonsum ist in Deutschland seit Jahrzehnten Normalität, daran würde grundlegend auch eine Legalisierung nichts ändern. (i.e. der Konsum würde nicht nennenswert steigen)


    Das mit der FDP war folgendermaßen gemeint: Befände sich die FDP in Regierungsverantwortung, würde sie eher Zugeständnisse in der Drogenpolitik als der Wirtschaftspolitik machen. Diese Partei zeichnet sich m.E. bisweilen nur mehr durch ihre Liberalität in Wirtschaftsfragen aus. Zeigt ja auch dein Artikel: Cannabis exportieren während es im eigenen Land noch immer illegal ist.

  • den klimawandel kann man nicht national lösen, begreift halt keiner von den grünen wähler, bzw die grünen selbst oder begreif ich das nicht?


    Da stimme ich dir absolut zu. Glaube zudem, dass sich auch das Gros der Grünenwähler dessen bewusst ist. Deutschland ist schon jetzt, setzt man es in Relation zum BIP, ziemlich vorne mit dabei. Wir haben allerdings die Chance, der Welt zu zeigen, dass eine starke Wirtschaft wie die unsere auch klimaneutral funktionieren kann und gleichzeitig pushen wir enerneuerbare Energien auch technologisch. Du glaubst doch nicht, dass Entwicklungsländer ihr Wachstum zu Gunsten des Klimas einschränken würden, gingen Industrienationen wie Deutschland nicht mit gutem Beispiel voran.



  • Mit "x-beliebigem Harz4ler" wollte ich lediglich den stereotypischen Cannabiskonsumenten illustrieren. Natürlich geht es immer um spezifische Gruppen (abgesehen vom Klimawandel - das Beispiel finde ich hier fehl am Platz..) aber für diese Gruppen bietet die gleichgeschlechtliche Ehe, etc. eben Vorteile....für den medizinischen Hanfkonsumenten eben die Reduktion von Schmerz Schwindel etc..für den x-beliebigen Harz4ler NICHTS außer die Neigung zu Psychosen, noch mehr Suchtpotenial etc.
    Und bevor du mir jetzt mit dem allseitsbekannten Alkoholbeispiel kommst ..ich habe bereits in Ländern gelebt in denen Alkohol entweder komplett prohibiert war oder ein 0,3 ml Bier eben mal 13€ gekostet hat und kann dir sagen ich hatte trotzdem meinen Spaß beim Feiern. Wieso etwas weiteres erlauben wenn es doch sowieso schon genug Suchtpotential gibt...purer Wunsch zum Eskapismus.


    Diese Personen werden nicht "unnötig" in die Kriminalität gedrängt, sondern sie tun das bewusst. Man drängt ja auch niemanden dazu einen Mord zu begehen. Das Eine ist genauso verboten wie das Andere.
    Natürlich würde der Cannabiskonsum steigern, da es eben genug Personen gibt, welche eben aufgrund der Prohibition keinen direkten Zugang zu den Produkten haben bzw man gezielt die Drogen beim Straßenhändler des Vertrauens suchen müsste. Eine Legalisierung bietet einen einfacheren Zugang und somit mehr Konsumenten.

  • aber für diese Gruppen bietet die gleichgeschlechtliche Ehe, etc. eben Vorteile....für den medizinischen Hanfkonsumenten eben die Reduktion von Schmerz Schwindel etc..für den x-beliebigen Harz4ler NICHTS außer die Neigung zu Psychosen, noch mehr Suchtpotenial etc.


    Sry aber ich kann dir da nicht so recht folgen. Eine Cannabis-Legalisierung hätte für den durchschnittlichen Bürger die selben Konsequenezn wir die gleichgeschlechtliche Ehe, nämlich keine. Nur weil es plötzlich legal ist, begibt man sich doch nicht freiwillig in die Sucht. Auch wenn du den Vergleich scheust, aber die meisten Leute haben auch Kontrolle über ihren Alkoholkonsum. Dabei wird diese Droge massiv beworben und ist an jeder Straßenecke käuflich zu erwerben. Ich sehe nicht, warum das bei Cannabis grundlegend anders sein sollte, vor allem weil eine Legalisierung auch gleichzeitig mit stärkerer Aufklärung einhergehen sollte. Zumal wir ja bereits Referenzwerte haben, etwa Colorado. Dort ist der Konsum nicht signifikant gestiegen. (vgl. Cannabis-Legalisierung: Und dann? | ZEIT ONLINE)


    Es ist logisch nicht nachvollziehbar, weshalb Alkohol erlaubt, Gras hingegen verboten ist. Erlaubt man das eine, gehört auch das andere freigegeben. Erwachsene und mündige Menschen sollten m.E. in einem gewissen Rahmen die Möglichkeit haben, selbstbestimmt über ihre Gesundheit zu verfügen. Wenn du zum Feiern keinen Alkohol brauchst, dann ist das gut für dich. Aber bitte stell das nicht als einzig richtige Lebensweise dar. Der Staat hat diesbezüglich nichts zu melden.


    Diese Personen werden nicht "unnötig" in die Kriminalität gedrängt, sondern sie tun das bewusst. Man drängt ja auch niemanden dazu einen Mord zu begehen. Das Eine ist genauso verboten wie das Andere.


    Wie kann man so obrigkeitshörig sein? Natürlich ist beides verboten, aber der Vergleich ist absolut hanebüchen. Nur weil etwas Gesetz ist, heißt es nicht, dass es auch moralisch geboten ist. Jemanden für Cannabiskonsum zu belangen ist absoluter Irrsinn, schädigt sich jene Person doch ausschließlich selbst. Viel sinnvoller als durch Strafverfolgung Existenzen zu zerstören, wäre es, der Person Beratungsangebote nahezulegen. Dies wird seit 15 Jahren etwa in Portugal praktiziert, das Ergebnis? Weniger jugendliche Konsumenten, bessere Therapiemöglichkeiten, gesunkene Kriminalitätsrate (Stichwort Beschaffungskriminalität). (vgl. Drogenpolitik - Portugals liberaler Weg (Archiv))


    Eine Legalisierung bietet einen einfacheren Zugang und somit mehr Konsumenten.


    Wer heute kiffen will, der kann das auch. Natürlich würden Leute es ausprobieren, nur würden die wenigsten tatsächlich süchtig. Und gegen einen verantwortungsvollen Rausch spricht ja nichts.


  • Das Cannabisverbot ergibt in sofern keinen Sinn, dass das Gesetz nicht seinen Zweck erfüllt. Der Staat verbietet eine Droge, welche gesellschaftlich immer mehr an Akzeptanz gewinnt.
    Ein Gesetz, welches immer weniger durch das Werteverständnis der Gesellschaft getragen wird, kann schlecht die damit verbundenen Strafen rechtfertigen. Das meint "in die Kriminalität drängen".
    Das ist (in Überspitzung) vergleichbar mit der Homosexualität. Lange war die Auslebung dieser Orientierung verboten. Doch die Gesellschaft hat gemessen an neuen Wertvorstellungen, Gesetze in diese Richtung überdacht.
    Ähnlich sehe ich es mit der Legalisierung von Cannabis. Wenn eine Gesellschaft zu großen Teilen etwas toleriert, was der Allgemeinheit nicht mehr schadet als vergleichbare Drogen (Alkohol, Tabak), doch der Staat weiterhin
    den Konsum (und alles was damit verbunden ist) sanktioniert, so kann man von einem Drängen in die Kriminalität reden.
    Somit spricht der soziologische Aspekt eindeutig für die Legalisierung.

  • Das würde mich sehr ärgern, da wie ich finde die FDP eine sehr gute Oppositionspartei in Bayern sein könnte. Ihre Ansichten finden inhaltlich und vor allem außerhalb des links-rechts-Gerangels der anderen Parteien statt,
    welche sich auf Grund der bundespolitischen Ereignisse alle neu zu profilieren versuchen. Schon auf Bundesebene hat sich gezeigt, wie engagiert und vor allem wie vereinend die FDP selbst aus der Opposition heraus wirken kann.
    Die internen Streitigkeiten müssen gerichtlich bewertet werden. Dennoch finde ich es kritisch zu bewerten, wenn parteiliche Erfolge (gerade solch knappe) durch die Vorstellungen und Ziele von Einzelpersonen gefährdet werden.

  • Zuerst einmal fühle ich mich geehrt, dass du meine Beiträge so geistreich findest wie ich. Ich bin mir nicht sicher, ob wir schon von DER neuen Volkspartei reden können, John Sieler.
    Dennoch ist es natürlich beachtlich, wie die Grünen an Zustimmung gewinnen und die uns bekannten Spitzenparteien immer weiter sinken (CSU, SPD). Es zeigt, dass Klimaschutz und soziale Themen
    nun von anderen angepackt werden sollen. Die Wähler vertrauen diese Themen nun wohl lieber alternativen Parteien an.
    Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob mit den Grünen ein nachhaltiger Wandel möglich ist.
    Wie denkst du darüber? Glaubst du die Grünen schaffen es, Bayern auf eine bürgerliche Weise zu regieren, in der auch unternehmerisches Wachstum und eine Verbesserung der Bildung möglich ist?

  • Wie denkst du darüber? Glaubst du die Grünen schaffen es, Bayern auf eine bürgerliche Weise zu regieren, in der auch unternehmerisches Wachstum und eine Verbesserung der Bildung möglich ist?


    Das ist eine sehr gute Frage, mein lieber Johannes.Weston. Zunächst befürchte ich, dass es in Bayern nicht zu einer grünen Regierungsbeteiligung kommen wird; dafür verstehen sich CSU und FW viel zu gut! Dennoch wäre es natürlich ein interessantes Gedankenspiel. Meines Erachtens sind die Grünen alles andere als realitätsferne Fundamentalisten. Die Ära Schröder war wirtschaftlich sicherlich keine schlechte (Stichwort Agenda 2010), ein aktuelleres Beispiel ist das Ländle: Dort zeigen die Grünen unter Kretschmar mit der CDU als Juniorpartner, dass sich eine Wirtschaft auch (oder gerade?) unter grüner Regierung prächtig entwickeln kann. Das hängt aber natürlich auch vom Landesverband ab: Die Grünen in Berlin/Hamburg/Bremen sind deutlich linker als die Bayern/BW/Hessen-Grünen.


    Insgesamt bin ich zur Zeit enorm gespannt auf die Hessen-Wahl nächstes Wochenende! Das wird ein richtiger Krimi, glaube ich. Was sind deine Prognosen?
    Francis.Jackson : Hast du vielleicht auch eine Meinung dazu? Bist ja soweit ich weiß Nordhesse aus der Nähe von Marburg.

  • John_Sieler : was wird merkel tun bzw was für ein einfluss hat die wahl in hessen, wenn sie genau so abläuft wie in bayern, wenn nicht sogar schlechter?
    GroKo aus? merkel tritt zurück oder wird sie dabei bleiben mit "wir schaffen das"? neuwahlen?


    Merkel wird, so die GroKo nicht vorzeitig durch die SPD aufgekündigt wird, bis 2021 durchregieren. Sollte sie es nicht schaffen, ihre Wunschnachfolgerin (Kramp-Karrenbauer) vor ihrem Abtreten in Position zu bringen, geriete ihr politisches Erbe in Gefahr (jedenfalls sofern Hardliner wie Spahn oder Laschet übernehmen würden). Es ist leider aus der Mode gekommen, aus Wahlniederlagen entsprechende Konsequenzen zu ziehen. (bei der SPD ist es ja noch augenfälliger)